1955 - 1960
Am 10.02.1955 hatten sich 18 Personen in der Gastwirtschaft Barth versammelt, um über die Gründung des Schützenvereins zu beraten. Eberhard Wolf, damals Lehrer an der Landwirtschaftlichen Schule Berschweiler, hatte die Idee aus seiner Heimat, dem Siegerland mitgebracht, im Westrich das Schützenwesen ins Leben zu rufen.
Mit Eberhard Wolf, Karl Schmidt und Alfred Gutendorf wurden drei Ausschussmitglieder gewählt, die die Vorarbeiten für eine Vereinsgründung in die Wege leiten sollten.
Nachdem sich 46 Personen in einer ausgelegten Liste für die Gründung des Schützenvereins eingetragen hatten, wurde die Gründerversammlung für den 11.03.1955 einberufen. Mit 22 anwesenden Männern an der Versammlung wurde der Schützenverein gegründet.
Es wurde folgender Vorstand gewählt:
Der erweiterte Vorstand setzte sich aus Franz Dahlheimer, Ernst Lang und Alfred Gutendorf zusammen.
Die Versammlung beschloss den Verein " Schützenverein Hubertus Berschweiler" zu benennen, als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Barth bestimmt. Auf der Kegelbahn der Gastwirtschaft wurde auch der erste Luftgewehrschießstand eingerichtet.
Wie angespannt damals die Finanzlage war wird dadurch deutlich, dass in einer Vorstandssitzung am 11.03.1955 beschlossen wurde, dass der 1. Vorsitzende über einen Betrag von nur 20,00DM selbständig verfügen durfte.
In einer Mitgliederversammlung vom 22.07.1955 wurde beschlossen, dem Deutschen Schützenbund beizutreten.
Am 14.08.1955 nahmen die Schützen zum ersten mal an einem Schießwettkampf, einem sogenannten Gruppenschießen, beim Schützenverein "Tell" Freisen teil.
Nach einjährigem Bestehen des Vereins fand am 21.03.1956 im Vereinslokal Barth die erste Jahreshauptversammlung statt. Der Kassenbericht ergab eine Einnahme von 1364,35DM, die Ausgaben betrugen 1114,38DM, so dass ein Kassenbestand von 223,97DM vorhanden war. In den ersten drei Vereinsjahren wurden drei Luftgewehre und zwei Scheibenzuganlagen beschafft.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20.06.1956 konnten die ersten Schießleistungsnadeln Alfred Gutendorf, Hermann Dingert, Albert Barth, Karl Schmidt, Rudi Winter, Horst Schuhmacher und Hermann Kehl vergeben werden.
Übrigens gab es in Jahreshauptversammlung vom 21.03.1956 die erste Vorstandsänderung: Werner Kölling schied (damals Zollbeamter in Berschweiler) als Schriftführer aus, für ihn wurde Horst Schuhmacher einstimmig gewählt.
Im Jahre 1956 wurde an einem Schützenfest in Kirchen/Sieg, Heimatort von Eberhard Wolf, teilgenommen. Im gleichen Jahr wurde auch ein Schützenfest in Hahnweiler besucht.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Willi Schäfer für das ausgeschiedene Beiratsmitglied Ernst Lang in den Beirat berufen.
Das der Schießbetrieb bis zu der Jahreshauptversammlung 1957 wesentlichen Auftrieb erhalten hatte, geht daraus hervor, dass in einem Jahr 8500 Scheiben und 25000 Luftgewehrkugeln bei Übungsabenden und Wettkämpfen verschossen wurden. Wiederum gab es eine Veränderung im Vorstand: Hermann Kehl wurde für Hermann Dingert, der auf eigenen Wunsch ausgeschieden war, zum Kassierer gewählt.
Mit dem inzwischen gegründeten KKSC Baumholder wurden Gespräche geführt, ein gemeinsames Schützenfest zu veranstalten. Vorsitzender Wolf erläuterte in der Jahreshauptversammlung 1957 den Austragungsmodus: das eigentliche Fest sollte in Baumholder und das Königsschießen in Berschweiler stattfinden. Das Abstimmungsergebnis ergab 17 Stimmen für ein gemeinsames Fest, 2 Enthaltungen und 1 Gegenstimme.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.09.1957 wurde Günther Ney (damals Zollbeamter in Berschweiler) als 1. Vorsitzender für Eberhard Wolf, der aus beruflichen Gründen zurücktreten musste, gewählt.
Für 1958 wurde das zweite gemeinsame Schützenfest mit dem KKSC Baumholder mit 21:4 Stimmen beschlossen. Auch 1958 gab es wieder eine Vorstandsänderung, Werner Braun kam für Willi Schäfer und Edgar German für Alfred Gutendorf in den Beirat.
1958 wurden die sogenannten Winterrundenkämpfe ins Leben gerufen an denen die "Hubertusschützen" mit 2 Mannschaften teilnahmen.
Am 12.11.1958 beschließt die Versammlung mit einer Gegenstimme im Jahr 1959 wieder mit dem KKSC Baumholder ein gemeinsames Schützenfest zu veranstalten.
Bei der Neuwahl des Vorstandes am 21.01.1959 ergab sich wiederum eine Veränderung. Edgar Germann wurde als 1. Vorsitzender für Günter Ney gewählt, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte.
